Online-Veranstaltungsreihe zu Rechtsextremismus

U-Turn bietet ab Donnerstag, 15. Oktober, eine kostenlose Online-Vortragsreihe zum Thema Rechtsextremismus an. An fünf Terminen erwarten Sie spannende Einblicke in Themen wie die rechte Szene in Dortmund, Verschwörungsdenken und Frauen in der rechten Szene. Beim Auftakt der Online-Veranstaltungsreihe geht es darum, welche Rolle die extreme Rechte gegenwärtig in NRW spielt. Referent des Vortrags „Die extreme Rechte in NRW: Akteure und Hintergründe“ ist Richard Gebhardt.

Die Veranstaltungen sind auch ohne Vorkenntnisse verständlich und bauen nicht aufeinander auf. Weitere Informationen zu den Themen und zur Anmeldung gibt es auf der Internetseite www.u-turn-do.de.

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Lions Clubs aus Dortmund spenden 1800 Euro an BackUp-ComeBack

Wir freuen uns, dass die Lions Clubs (LC) aus Dortmund die Arbeit von „BackUp-ComeBack –Westfälischer Verein für die offensive Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus e.V.“ unterstützten. Alle neun Lions Clubs (LC) aus Dortmund spenden jeweils 200 Euro, sodass eine Gesamtspende in Höhe von 1800 Euro zusammenkommt. Die Spende ist auf zwei Jahre angelegt, d.h. im kommenden Jahr werden erneut 1800 Euro an BackUp-ComeBack überwiesen. Die Idee zur Spende hat LC-Zonen-Chairman Prof. Ralf Brickau von seinem Vorgänger Dr. Gregor Durben übernommen. „Ich bin stolz und voller Hochachtung für diese Anregung“, sagte Brickau im Dortmunder Rathaus.

Durben hatte den Vorsitzenden des Vereins BackUp-ComeBack, Hartmut Anders-Hoepgen, zu Clubabenden der Lions Clubs eingeladen, um über die Bedrohung durch den Rechtsextremismus zu sprechen. „Unsere Demokratie ist in Gefahr“, betonte Anders-Hoepgen bei der Spendenübergabe im Rathaus. Er unterstrich die Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen den Rechtsextremismus – in Dortmund und in Westfalen. BackUp-ComeBack e.V. betreibt das Projekt BackUp (Opferberatung für Menschen nach rechtsextremen, rassistischen oder antisemitischen Angriffen in Westfalen) und das Projekt „U-Turn“ (Beratung rund um die Themen Rechtsextremismus, Einstiegsprävention und Ausstiegsberatung für Betroffene und Ratsuchende in Dortmund). Anders-Hoepgen zeigte sich überaus erfreut über die Unterstützung der Lions Clubs – finanziell wie ideell.

Die wichtigste Aufgabe der Lions Clubs sei als Multiplikatoren weiterhin für eine vielfältige, tolerante und offene Gesellschaft zu werben, so Anders-Hoepgen. Dies steht im Einklang mit den Zielen der Lions Clubs International, die sich der Verständigung der Völker in der Welt, dem guten Bürgersinn, sowie aktiv der bürgerlichen, kulturellen und sozialen Entwicklung der Gesellschaft verschrieben haben.

Alle neun Lions Clubs aus Dortmund spenden

Der scheidende Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau, ließ sich entschuldigen und sandte eine kurze Grußbotschaft. Beim Pressetermin anwesend waren - neben Hartmut Anders-Hoepgen - Rainer Harkort (LC Phönix), Dr. Gregor Durben (LC Phönix), Markus Rüdiger (LC Dortmund), Bernd-Georg Nolte (LC Rothe Erde), Katrin Hüpler (LC Auxilia), Juliane Greeske (LC Union), Till Christian Hoppe (LC Hanse), Wolfgang Weber (LC Reinoldus), Christel Meiercord (LC Fluxa), Tobias Ebert (LC Tremonia) und in der Funktion als Region Chairperson und Mitglied im LC Phönix, Ralf Brickau.

Corona konform mit Abstand: Hartmut Anders-Hoepgen (erste Reihe, von links), Juliane Greeske, Ralf Brickau, Gregor Durben (zweite Reihe, von links), Katrin Hüpler, Markus Rüdiger, Wolfgang Weber (dritte Reihe, von links), Tobias Ebert, Christel Meiercord, Till Christian Hoppe, Bernd-Georg Nolte (vierte Reihe, von links) und Rainer Harkort. Foto: BackUp-ComeBack

 

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Bundesministerin Franziska Giffey informiert sich über rechtsextreme Szene in Dortmund-Dorstfeld

Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, war am Donnerstag 20. August 2020, zu Besuch in Dortmund Dorstfeld. Vor Ort hat sie sich die Straßenzüge angeschaut, in der sich die rechtsextreme Szene konzentriert. Die Ministerin hat bei ihrem Besuch mit Dorstfelder_innen gesprochen und am Denkmal für die ehemalige Synagoge Blumen niedergelegt. Sie verwies auf die Verbrechen des NSU und auf die Attentate von Hanau und Halle. Diese zeigen, wie gefährlich Rechtsextremismus und Rassismus für unsere Gesellschaft sind. Umso wichtiger sei sich Menschenfeindlichkeit entgegenstellen – wie es BackUp-ComeBack macht. Die Unterstützung aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ hilft dem Verein sich offensiv Rechtsextremen entgegenzustellen, Wege aus dem Rechtsextremismus zu entwickeln und aufzuzeigen und Präventionsangebote zu machen.

Im Hof des Vereins „Die Urbanisten“ stellte Hartmut Anders-Hoepgen, Vorsitzender von BackUp-ComeBack, die Geschichte des Hauses an der Rheinischen Straße Rheinische Straße 135 vor. Hier hatte die Rechtsextreme Szene zuvor ihren Mittelpunkt. Sie versuchten dort ein sogenanntes Nationales Zentrum zu errichten. Die Stadt Dortmund hat das Haus erworben und ein Jugend- und Kulturcafé eingerichtet. Anders-Hoepgen erinnerte an ein Zitat von Bundespräsident a.D. Joachim Gauck: „Wir schenken Euch auch nicht unsere Angst. Ihr werdet Vergangenheit sein und unsere Demokratie wird leben.“ Dieses Zitat zierte das Haus Rheinische Straße 135, nachdem es von der Stadt Dortmund gekauft wurde.

Hartmut Anders-Hoepgen, Vorsitzender von BackUp-ComeBack, und Franziska Giffey (Mitte), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, beim Abschlussbild vor dem Haus Rheinische Straße 135. Foto: Nils Hasenau

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Spende an Verein BackUp-ComeBack überreicht

Westfälische Kaufmannsgilde spendet an BackUp-ComeBack e. V.

Die Westfälische Kaufmannsgilde (WKG) hat sich in diesen Zeiten auf digitale Veranstaltungen spezialisiert. Ein Vortrag von Hartmut Anders-Hoepgen (2.v.l.) am 18. Mai 2020 zum Thema Rechtsextremismus in Dortmund wurde von den Gildnerinnen und Gildnern am Laptop oder Tablet verfolgt. Als Dank für informative Einblicke überreichten ihm WKG-Vorsitzende Gabriele Kroll (links), Geschäftsführer Georg Schulte und Assistentin Katja Kina jetzt das Gilden-Wappentier „Gloria“ – die Übergabe musste zum Glück nicht virtuell über die Bühne gehen. Der Verein BackUp - ComeBack e.V. erhielt zudem eine Spende in Höhe von 1.000 Euro.

Die Westfälische Kaufmannsgilde - im Jahre 1924 gegründet, 1933 aufgelöst und 1947 wieder ins Leben gerufen - ist eine Vereinigung angesehener Dortmunder Kaufleute, die eng mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund verbunden ist. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Mitglieder mit aktuellen wirtschaftspolitischen Fragen vertraut zu machen und den kaufmännischen Nachwuchs zu fördern. So hat die „Alte Gilde“ erstmals in Deutschland Kaufmannsgehilfenprüfungen durchgeführt. Seit ihrer Wiedergründung fördert sie außerdem die Wirtschaftsjunioren bei der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund.

Foto: WKG/Stephan Schütze

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Alltäglichen und strukturellen Rassismus überwinden!

Erklärung des Runden Tischs gegen Radikalismus und Gewalt in der Stadt Hamm

Der Runde Tisch gegen Radikalismus und Gewalt in der Stadt Hamm spricht sich in einer aktuellen  Erklärung gegen alltäglichen und strukturellen Rassismus und verweist in diesem Zuge auf die Arbeit des Westfälischen Vereins für die offensive Auseinandersetzung mit dem  Rechtsextremismus - BackUp - ComeBack. Hier die Erklärung im Wortlaut:

Der Runde Tisch gegen Radikalismus und Gewalt in der Stadt Hamm setzt sich seit seiner
Gründung für die Überwindung jeglicher Form von Rassismus und Gruppenbezogener
Menschenfeindlichkeit ein. So lauten die einleitenden Worte des Hammer Appell vom
19.11.1991:

„Wir, die Unterzeichner dieses Appells, sind uns einig, dass Gewalt,
Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in unserer Stadt nicht geduldet werden können.“

Im Geist des Hammer Appells stellt sich der Runde Tisch hinter diejenigen, die sich in
Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik besonnen und gewaltfrei gegen alltäglichen und
strukturellen Rassismus engagieren.

Erneut stoßen die Proteste nach dem Tod von George Floyd, Breonna Taylor und Ahmaud
Arbery eine notwendige Debatte über strukturelle Rassismen und alltägliche Diskriminierung
auch in Deutschland und bei uns in Hamm an.

Die Stadt Hamm und die Hammer Zivilgesellschaft nehmen die Erfahrungen diskriminierter
Menschen ernst. Der Runde Tisch unterstützt Initiativen, die den Dialog mit den Angehörigen
gesellschaftlicher Minderheiten suchen und den Betroffenen von alltäglichem und
strukturellem Rassismus zuhören.

Der Runde Tisch sieht sich in der Pflicht, die Entwicklung einer diskriminierungsfreien
Stadtgesellschaft, wie sie im Handlungskonzept der Stadt Hamm gegen Gruppenbezogene
Menschenfeindlichkeit benannt ist, weiterhin entschieden zu begleiten, zu unterstützen und
aktiv zu fördern.

Wir verweisen in dieser Sache auf die westfälische Beratungsstelle für Betroffene
rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt „BackUp – ComeBack
e.V.“

Hamm, den 09.06.2020

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